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Bleiben Sie auf dem laufenden

Gemeinsam auf dem Weg!

Und so haben alle zusammen geholfen: das wunderbare Ensemble „Spontanetten“ aus Pfaffenhofen/Schechen mit berührenden Klängen und vielfältigen Melodien - Carola Specht-Garnreiter und unser Pfarrer mit zu Herzen gehenden und auch lustigen Texten – die Frauen von donum vitae mit Glühwein und Gebäck – RUNA mit zusätzlich gemalten Kerzen – das Publikum, das großzügig für die Arbeit von donum vitae Geld spendete. Es kamen 855 Euro zusammen!

 

Danke für dieses Miteinander!

(Angelika Schartel)

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Mit diesem Motto, das zu unserem Osterkerzenmotiv passt, eröffnete Elisabeth Jordan, die Vorsitzende des Fördervereins donum vitae, das diesjährige Benefizkonzert am 12. Dezember in unserer Kirche. Nur gemeinsam können wir den Weg durch die Krisen der heutigen Zeit bestehen, so ihre Worte.

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Singen mit Schusser!

Auf Empfehlung unseres Gemeindemitglieds Irmi Wagner kam Ende Oktober 2022 Ernst Schusser, der ehemalige Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern, zu uns in die Kirche, um mit uns gemeinsam zu singen. Ein besonderes Anliegen von Ernst Schusser ist, die Volksmusikarbeit des Bezirks Oberbayern aktiv in die Gesellschaft hineinzutragen.

Sein Markenzeichen: zusammen mit Eva Bruckner in ganz Oberbayern Volksmusik unter die Leute zu bringen - auf Straßen und Plätzen, in Wirtshäusern, Biergärten und an anderen Orten, wo Menschen zusammenkommen. So wie in unserer Kirche. Ernst Schusser spielt Akkordeon und Eva Bruckner begleitet ihn mit der Gitarre.

Und in dieser Besetzung sangen sie gemeinsam mit ca. 30 Gesangesfreudigen in unserer Kirche deutschsprachige Volkslieder und religiöse Lieder. Es war deutlich zu spüren: gemeinsames Singen ist ein Bedürfnis und macht gute Laune!

(Angelika Schartel)

Oreste May gestorben

Im Alter von 90 Jahren verstarb am Samstag, den 12. Februar 2022, das alt-katholische Gemeindemitglied Oreste May. Als gebürtiger Berliner wurde Oreste im Alter von 7 Jahren dauerhaft den eigenen Eltern weggenommen und in eine nationalsozialistische Kaderschule im Osten gesteckt. Mit 12 Jahren floh er von dort und machte sich auf einen 2 Jahre langen Heimweg durch Kriegswirren nach Berlin zurück. Seine Eltern fand er samt ihm unbekannten Geschwistern im Rheinland wieder, lag traumatisiert monatelang wie im Koma. Er absolvierte dann eine Schneiderlehre, trat eine Arbeitsstelle als Bauhandwerker an. In Köln baute er mit Herz eine politisch engagierte Druckerei auf und setzte sich zeitlebens gegen Faschismus und rechte Ideologien ein. Nach einer ersten Ehe lernte er auf Elba die schon namhafte Künstlerin Iskra Krempel kennen. Beide heirateten und gründeten eine Kunstschule und Werkstatt auf Elba. Oreste May hielt längere Zeit Vorlesungen an der italienischen Kunsthochschule in Florenz, Kunstprojekte führten beide aber auch immer wieder nach Deutschland. Im Alter kamen Iskra und Oreste dann für immer zurück und siedelten sich zuerst in Stephanskirchen und dann in Rosenheim an. Oreste war im Kern sehr kritisch eingestellt gegenüber Kirchen und Glaubenslehren. Seine Frau trug ihn bei einem Krankenhaus-Aufenthalt keck als „alt-katholisch“ ein, was dazu führte, dass ich ihn vom Krankenhaus gemeldet bekam und auf der Station besuchte. 

Schon das erste Zusammentreffen mündete in wortreiche Diskussion, weitere Besuche und Begegnungen schlossen sich an. Nach einiger Zeit trat das Ehepaar Krempel-May der alt-katholischen Kirche bei und feierte seine Silberhochzeit im Sonntags-Gemeindegottesdienst. In der Folge waren beide regelmäßige Kirchgänger, aber auch Ideengeber in der Gemeinde. Projekte und Aktionen wurden mit ihnen geplant und durchgeführt, zumeist künstlerischer Natur. So wurde die große Krippe zusammen mit Gemeindemitgliedern auf die Beine gestellt, Oreste trug dazu einen eher fremdartigen „Knaben mit Taube“ bei, der sich quasi von weit außen dem Geschehen anschließt. Für die Landesgartenschau in Rosenheim 2010 entstand die Idee eines Biblischen Labyrinths. Wieder mit Freiwilligen der Gemeinde wurden Tonfiguren zur biblischen Geschichte erstellt und vor der Kirche an einem Labyrinth weg aufgebaut; Oreste steuerte eine beeindruckende Darstellung des Abendmahls bei. Im Rahmen von Neugestaltungsentwürfen für den Rosenheimer Kircheninnenraum entwickelte Oreste eine überraschende Konzeption und stellte sie im Modell vor, aber schon allein finanziell war die Verwirklichung nicht umzusetzen. Wenn er sich angegriffen fühlte, konnte Oreste May manchmal sein Gespür für Grenzen verlieren. 

Er sah sich dann wohl immer noch mitten im Kampf seiner Kindheit um Überleben und Selbstachtung. Von Anfang an war er in den Gesprächskreisen der Gemeinde „Religionsunterricht für Erwachsene“ und „Gott und die Welt“ dabei; die jahrelangen Treffen fanden zumeist im Pfarrsaal, aber mehrfach auch im Hause der Mays statt. Bis zuletzt lag die Suche nach Sinn und Glaubensantworten Oreste am Herzen. Zwei Tage vor seinem Tod noch bat er um Besuch und seelsorgliche Zwiesprache. Auch eine Verabschiedung und kirchliche Aussegnung in der Wohnung am Tag nach seinem Tod habe ich im Kreis der Nahestehenden wunschgemäß übernommen. Als Beisetzung ist eine Seebestattung in die Wege geleitet. Oreste May hat sich um unsere alt-katholische Kirche verdient gemacht. Er war ein Mensch mit Leidenschaft, ein begabter Künstler, Schriftsteller und exquisiter Koch.

Bericht von Harald Klein

Iskra und Oreste 2010.jpg

Digitale Orgel

Da sich Organisten leider nicht backen lassen, hat sich der Kirchenvorstand entschieden, auf die hochwertige, digitale Version von opus musici aus Eiselfing im Landkreis Rosenheim zu setzen. 

Der Klang ist grandios und die Bedienung kinderleicht. Lassen Sie sich beim Gottesdienst davon überzeugen!

www.opusmusici.de

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